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inbflat

Im Rahmen unserer Link_Reihe zu künstlerischen Projekten, die sich mit Youtube auseinandersetzen, stellen wir diesmal inbflat vor.
startscreen inbflat
Inbflat ist eine kollaborative Multi-Channel-Web-Installation auf der Webseite inbflat.net, arrangiert und konzipiert von Darren Solomon.
Inbflat.net ist ein 5 x 4 Video Grid aus 20 embedded YouTubeVideos, die gleichzeitig abgespielt werden können. Größtenteils zeigen die Videoclips Musiker, während sie auf einem Instrument Klänge in der Tonart bflat erzeugen. Viele der Videoclips sind mit einer Webcam aufgezeichnet und erhalten auf diese Weise den typischen Youtube Stil: nicht wirklich “gerade” Ausschnitte, verzerrte Perspektiven, mindere Bildqualität, sehr direkte, oft frontale Porträteinstellungen und eine private Aufnahmesituation, die Intimität schafft.
Das 5×4 Grid fügt die embbeded Videos nahtlos, gleich einer Tafel von Bildern auf weißem Grund aneinander, wobei die einzelnen Videos weder automatisch starten noch im Loop laufen. Das Grid ist mit 5 x 4 nicht quadratisch, sondern erzeugt ein Breitwandformat von 1100px zu 730px (1 zu 1,5), wobei die einzelnen embedded Videos eine Größe von 220 x 182 (1 zu 1,2) Pixel haben. Damit sind sie kleiner als das kleinste von YouTube zum einbetten vorgeschlagene Format von 560x349px. In die Standardansicht des Firefox, auf einem Widescreen Format in 15,4 Zoll mit einer Auflösung von 1440px x 900px, passt diese Aufteilung perfekt ins sichtbare Browserfenster, wenn man das Grid auf den Bildschirm zentriert. Sowohl die einführende Anweisung, die als Aufforderung zur Interaktion gelesen werden kann, als auch der Link zu weiteren Informationen treten dann zurück bzw. verschwinden ganz aus dem Sichtfeld. So zentriert wirkt das VideoGrid sehr kompakt und auch die sich wiederholenden Kontrollelemente wie Knöpfe und Scrubleisten der Player unterbrechen den ersten Eindruck von einer zusammenhängenden Komposition von Einzelbildern zu einem Gesamtbild nicht. Was zu allererst wie ein Bild erscheint, wird erst in einem zweiten Schritt, d.h. in der aktiven! Rezeption, zum Klingen gebracht. Aus den einzelnen VideoStills entwickelt sich Schritt für Schritt ein Gesamtklangbild. Der Betrachter ist aufgefordert das Klangbild zu steuern und zu betreuen, indem er aufs Neue Videos auswählen und starten muss, da es sonst verklingen würde. Für die technische Konzeption bedeutet das, dass die Entscheidung, auf welche Weise die Videos eingebettet werden, gleichzeitig die Form der Rezeption vorgibt. In diesem Fall erzwingt die gewählte Form ein Nacheinander und Miteinander des Er- und Verklingens der einzelnen Videos. Der aktive Betrachter spielt bzw. erstellt jeweils (s)eine Variation der von Darren Solomon angelegten Komposition, ähnlich der generativen Musik, bei der der Komponist eine Klasse möglicher Stücke entwirft, die dann generativ, nach den jeweiligen Klassen-Regeln erzeugt bzw. gespielt werden. Die Form der Interaktion könnte als durch Konzept bzw. Programm begrenzt bezeichnet werden; ich aber sehe ein befreiendes, partizipatives Element darin, das das gesamte VideoGrid als ein Instrument zu begreifen ist, auf bzw. mit dem gespielt werden kann. In diesem Sinne ist es nicht mehr oder weniger begrenzt als eine Blockflöte. Abspielen, Stoppen und Wiedereinsetzenlassen der einzelnen Videoclips ermöglichen eine scheinbar unendliche Variationsbreite, einen endlosen Mix und Remix. Ermöglicht wird dies durch die gemeinsame harmonische Stimmung aller Klänge aufeinander und durch den Verzicht auf zu dominante rhythmische Strukturen. Das softe FadeIn und FadeOut ist in der gewählten Art des Drone Sounds schon mit eingestellt und unterstützt somit das Interagieren und damit das Erschaffen und Arrangieren eines neuen Klangstücks in Bb, das als Variante bzw. Teil in die Gesamtkomposition eingeht. Die Betrachter werden durch die mögliche Interaktion zu Teilnehmern, Interpreten und Co-Autoren eines endlos variierbaren gesamten Inbflat.net Stückes.
In der für das Youtube Portal typischen Weise dokumentieren einige Teilnehmer ihr Spiel und stellen es auf Youtube zurück. Auch darin zeigt sich die Vielschichtigkeit in Rezeption und Wahrnehmung einer solchen Grid-Installation. Sie kann als Bild, Klangbild, Instrument, Film, Präsentationswand, Installation, Interface und interaktive Netzkunstaktivität rezipiert werden.
Darren Solomon selbst beschreibt inbflat als ein kollaboratives Ergebnis einer Entwicklung. Um Inbflat.net im Ganzen also verstehen zu können, sollte man sich auch seine Entwicklungsgeschichte ansehen. Continue reading

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DesktopScreenInterview with constant dullaart

So ich habe gerade das DesktopScreenInterview mit Constant Dullaart auf unserer Interviewsection und auf youtube freigeschaltet – viel Spass beim ansehen…

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on the scene Footage: Friday Protests Across Syria

Ich habe gerade diesen Beitrag auf youtubetrends gesehen und war zu erst verblüfft über die Präsentationsform als Videogrid von 2×2 Videos. Daraufhin und beim gleichzeitigen Abspielen der 4 Videos musste ich darüber nachdenken, was es bedeutetet diese Form der Präsentation zu wählen.?Soll der Eindruck verstärkt werden? Reicht ein einzelnes Video nicht? Soll eine ästhetische Aussage getroffen werden? Oder kann man einfach nicht besser das Massenhafte, das Simultane und Parallele dieser Phänomene, Effekte und Ereignisse darstellen? Oder reflektiert diese Darstellungsform auf die Quantität des Dokumentarmaterials??Die Form der Steigerung der Quantitäten ist bezeichnend für unsere moderne Gesellschaft. Das Serielle, die Wiederholung sind ebenfalls fester Bestandteil des Modernen Kunst Kanons. Die Häufung und Gleichzeitigkeit von Werken taucht aber erst in letzter Zeit mit der so genannten MedienKunst auf. Das VideoGrid erscheint als Webseiten-Medienwand, eine Medienwand, die alle nutzen können. Während ich darüber nachdenke, fallen mir die Warhol’schen Disaster Series ein. Diese tragen schon im Namen und auch in ihrer Produktionsform das Serielle in sich. Hinzu kommt heute das Multiperspektivische, in dem auf ein und dasselbe Ereignis durch tausende Geräte geschaut, es von Tausenden im selben Augenblick dokumentiert und die Dokumentation augenblicklich weiter geleitet und verteilt wird. Dies ist sinnlich erfahrbar gewordene kollektive Aneignung eines Phänomens. Der Vorgang der Dokumentation ist gleichzeitig Teilnahme. Die Teilnahme wird oft für viele nur möglich, indem sie die Ereignisse durch die Kamera oder sonstiges Aufzeichnungsgerät betrachten. Einerseits ist dies ein sich in Distanz setzen, andererseits ein überhöhtes Teilnehmen, da es ja eine Dokumentation ist, die die jetzigen Ereignisse sowohl nach hinten (als schon Vergangene) und gleichzeitig nach vorn mit einer im Kollektiv vereinbarten und geteilten Realitätsinterpretation projiziert. Damit verleiht die Dokumentation und das damit verbundene Teilen (share) der persönlichen Teilnahme eine Bedeutung über das individuelle Wahrnehmen hinaus. Das individuelle Wahrnehmen wird insbesondere dann zum Überpersönlichen, wenn die Veröffentlichung nicht nur in privaten, sondern auch in überpersönlichen Kontexten, wie z.B. auf youtubetrends oder als footage in den Nachrichtensendungen der klassischen Medien Verwendung findet. Das individuelle Wahrnehmen wird darüber hinaus bereits im Blick durch das Gerät, durch die Motivation zur Dokumenation von einer affektbeherrschten zu einer ästhetischen Wahrnehmung, die dann zu einer Überpersönlichen wird, wenn die Dokumentation auf den sie bestimmenden Veröffentlichungskontext hin entworfen wird. Dabei egalisieren diese “überpersönlichen” Effekte die einzelnen Dokumentationen, denn im Massenhaften verschwimmt das Originäre naturgemäss. Hier in diesem Fall, aber auch in allen anderen Dokumentationen von Massenbewegungen treffen die Egalisierungseffekte mit dem Sujet zusammen. Denn auch im riot geht die Einzelperson wie auch die Einzelperspektive in der kollektiven Dynamik unter. [Zur Illustration ein Grid von 2010] Es ist noch gar nicht abzusehen wie diese heutige Form der Präsentation und Kommunikation mittels persönlicher bzw. individueller Videos weiter in Politik, Kunst und Leben eingreift. In wieweit sie Anteil an den jetzt geschehenden Veränderungen haben, ist nicht wirklich bestimmbar, dass sie aber Anteil haben, ist sicher! Inwiefern die Darstellung als Grid auf Webseiten wie youtubetrends noch den Einfluss potenzieren ist auch offen. Was das Grid als Darstellungsform hervor hebt, ist die zeitliche Gleichzeitigkeit ähnlicher Ereignisse und die Parallelität der Wahrnehmung an verschiedenen Orten.  Das Grid erzeugt in der direkten Relation, über das unmittelbare bildliche Vergleichen ein Gefühl von Solidarität beim Betrachter und konstruiert eine kollektive Identität bei den Produzenten/Teilnehmern. Das simultane, parallele Abspielen potenziert erheblich die Intensität … wäre es möglich ein Grid vom Tsunami oder dem Reaktorunfall von Fukushima zu machen oder würde dies zu weit gehen??Die oben angesprochene Distanz lässt ein ästhetisches Empfinden zu, dass es uns Menschen ermöglicht mit der furchteinflössenden Gewalt der Natur umzugehen :: sie wird zum Naturschauspiel!

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youtube /live

and other reserved youtube.com/usernames

Youtube versucht nach Anfragen/Forderungen der User wieder livestreaming in das Angebot zu integrieren. Im Augenblick ist es jedoch nur ausgewählten Partnern vorbehalten. DC.source: http://youtube-global.blogspot.com/2011/04/youtube-is-going-live.html
Den ersten Versuch unternahm youtube am 22.November 2008 “YouTube’s first ever LIVE STREAM took place on November 22nd, 2008, streamed live from San Francisco.” Unter http://www.youtube.com/live kann man jetzt die weitere Entwicklung verfolgen.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf die anderen schon angebotenen Dienste (bzw. reservierten usernames) hinweisen:

  • /leanback
  • /disco
  • /music
  • /movies
  • /searchstories google searchstory tool/platform – “Every search is a quest. Every quest is a story. These videos show that anyone can do anything when paired with the power of search.”
  • /tv other entry point for shows or redirect to shows
  • /html5 “This is an opt-in trial of HTML5 video on YouTube.”
  • /citizentube “What’s happening in YouTube News and Politics?”
  • /trendsdashboard
  • /symphony
  • /help -> redirect to (http://www.google.com/support/youtube/)
  • /GoogleDevelopers “The Google Code Channel”
  • /dance -> redirect to http://www.youtube.com/user/dancestudio (Dr Pepper Cherry YouTube Dance Studio was looking for the best dancer on YouTube)

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/watch
/video
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Wenn jemand weitere reservierte youtube.com/usernamen kennt oder auf eine Liste verweisen könnte würden wir uns über entsprechende Kommentare freuen.

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LevanPolka – Loituma’s Polka

Schon beim Namen wie auch bei der Geschichte zur Herkunft gibt es unterschiedliche Varianten: Levan Polka (dt. Evas Polka); Leva’s Polka; Levan Polkka; Levan Polloka und schließlich Loituma’s Polka. (Zur Herkunft vergleiche http://en.wikipedia.org/wiki/Ievan_PolkkaLoituma ist die finnische Band, die die 1930 von Eino Kettunen geschriebene Polka “wieder”aufführte und über Webvideodienste wie Youtube populär werden ließ.

Die eingängige Melodie der Levan Polka, ihre hypnotischen Loops und die Komplexität einer Improvisation bei gleichzeitiger Monotonie, fasziniert und passt aufgrund ihrer musikalischen Struktur sowohl zu Punk als auch zum MinimalTechno Genre. Dass Polka und Minimal wunderbar zusammengehen, führte 1996 Mike Ink perfekt auf Polka Trax vor, auch wenn sich viele der Technotracks, die die Loituma-Polka covern, eher an Basshunter als an Mike Ink orientieren. Punk und Polka haben den Beat und die wilde Kraft gemeinsam. Relativ einfach reproduzierbare Strukturen mit enorm exzessivem Potential zeichnet sie ebenfalls aus. Etwas, was man typischerweise der Volksmusik zuschreiben kann.

Die Sprache und der Text stammen aus dem Finnischen. Das Finnische ist nicht weit verbreitet und gerade deshalb ermöglicht es, über das pure Lautmalerische Assoziationen und Integrationen in die eigene Sprach- und Bedeutungswelt vorzunehmen. Klang schiebt sich vor Bedeutung, anders als bei einem klaren und eindeutigen Verständnis der Wortbedeutung, bei der die Wahrnehmung der Form in den Hintergrund tritt. (Ich verstehe die Sprachen. Ich verstehe die Sprachen, NICHT. Ich verstehe nur ihren Klang – Laurie Anderson in BigSience) Erinnerungen an die spielerischen und sinnfreien Improvisationen kindlicher Gesänge werden ebenfalls geweckt. Die Gleichzeitigkeit in der Rezeption von Erinnerung an kindlichen Klangspielen und von Fremdheit gegenüber der Sprache führt zu einer Spannung bzw. wirkt rätselhaft. Statt nun aber das Unmittelbare anzunehmen, haben einige in ihren “Videoantworten” recherchiert, um den Text als Bedeutungsträger zu transkribieren, in ihre Sprache zu übersetzen und wieder in den Vordergrund zu stellen, indem sie ihn über das gesamte Bildfeld legten. Ein Vorgang der Ent-Rätselung, der Entschlüsselung und Benennung, der die Leerstelle füllt, die sich im rein Klanglichen auftut. Tatsächlich aber handelt es sich bei der Loituma-Polka um eine Mischung aus Text- und lautmalerischer Improvisation in einem finnischen Dialekt.

Die Bildwelt der Videovariationen zur Polka reicht von den Fernsehdokumentationen der Auftritte der Band Loituma über die für youtube typischen persönlichen Homevideos, der mit Webcams aufgezeichneten individuellen Amateur Instrumental Interpretationen bis hin zu unzähligen Manga-Versionen. Ausgangsvideo dieser ist das Erfolgsvideo des so genannten Loituma Girls. Generell orientieren sich die Manga-Versionen in Schnitt und Darstellung an dem Stil des Musikstückes, d.h. an seiner scheinbaren Monotonie und am repetitiven Arrangement. Auch darin hat das Loituma Girl mit seinem kreisenden Porree den Anfang gesetzt.

Die Sammlung der Grids versucht nun aus verschiedenen Blickwinkeln das Phänomen LevanPolka und seine Rezeption und Entwicklung auf youtube kaleidoskopartig vorzustellen.

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The Youtube Mixer & DJ’s

Neben den vorselektierten “split screens”, wie wir sie hier in den letzten Artikeln kurz vorstellten, gibt es eine ganze Reihe von Projekten, die es dem Nutzer ermöglichen solche Doppel- bzw. Parallelabspielungen selbst zu erzeugen. Natürlich denkt jeder erst einmal an den DJ. Und dem entsprechend heißen die Projekte auch:

DJ Internet
Browserjockey
YoutubeMixer
Youtubedisco
Twoyoutubevideosandamotherfuckingcrossfader

In unserer Reihe Links zu Projekten, die sich mit Youtube auseinandersetzen, heute also eine kleine Auswahl interaktiver “split screens”:

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Tubes on SCRATCH – by jimpunk 2007

Ein etwas älteres Werk, kein Grid aber doch wieder ein Split Screen oder eine Doppel-Projektion je nachdem wie man möchte.  Da wir noch etwas Zeit benötigen unsere Serie zum Grid fortzusetzen, starte ich in der Zwischenzeit eine neue Seite mit Links zu Projekten die sich mit Youtube künstlerisch auseinandersetzen.

screenshot von jpunk's - "youtube scratching" 2007

youtube VJ TUBEonScratch Y T B mix remix sound video

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urbanity versus jungle

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Neue Serie auf CYT: Über das Video Grid als Repräsentations-Tool

Ein Video-Grid ist, der Übersetzung aus dem Englischen entsprechend, ein Video -Gitter, oder -Raster oder -Netz. In jedem Fall ist also von einer mehrteiligen Fläche die Rede, die größten Teils aus Videos besteht.
Dieses Arrangement kann verschieden eingesetzt werden. Es eignet sich hervorragend für Vergleiche, für kombinierende Videoausstellungen oder zur Darstellung einer bestimmten künstlerischen Position.

Sicherlich ist man bei der Betrachtung dieses Formates schnell an die alte Ausstellungspraktik des 18. Jh erinnert, in dem aus Prestige oder Platzmangel die Gemäldesammlung ebenfalls gitterartig, dicht aneinander gehangen wurde.

Was dem Besucher einer solchen Galerie meist entgegen kam, war eine Vermengung aus Eindrücken. In einer ersten, oberflächlichen Wahrnehmung entstand ein Gesamtbild, dass gerade auch durch die goldglänzenden Rahmen als Raster, abstrakt blieb und ebenfalls die Architektur der Galerie mit einbezog. Darauf hin widmet man sich den Einzelbildern, von links nach rechts oder von oben nach unten, oder man fängt mit seinen Lieblingsfarben an.
Eine weitere Betrachtungsebene ermöglichte (hingegen der heutigen WhiteCube – Bilderpräsentation) eine kombinatorische Auseinandersetzung – in der man sowohl visuell (Farbe, Verortung, Technik) als auch ikonologisch die Bilder mit einander in Verbindung setzte. Es entsteht, ein gedanklicher Zwischenraum – ein visuelles Intervall.
Dieses Intervall – sei es kuratorisch beabsichtig oder Zufallsprodukt – ist ein Spezifikum in der Medienrezeption und trifft neben einigen anderen Formaten, wie dem Fotoband, auch auf das Videogrid zu.
Das Bilder- (und Bewegtbilder-) Grid hat sicherlich auch seine Ursprünge in der Collage als gestalterische Technik, in der aus verschiedenen Einzelbildern ein neues Ganzes entsteht.
Nun unterscheidet sich das Grid von der Collage aber in seiner Rasterartigkeit – also in seiner streng formalen Anordnung, die von A1 – bis Z26 durchnummeriert werden könnte. Somit ist das Grid auch ein Teil der Computerwelt – die ersten Visualisierungen vom digitalem Raum (Tron beispielsweise) waren ebenfalls rasterartig.

Die Collage (als Technik der bildenden Kunst) gibt auch einen entscheidenden Hinweis auf die Vielfältigkeit der Gridpräsentation. Denn wie, und vor allem womit man die einzelnen Felder belegt ist nicht vorgegeben. Die einzige Vorgabe ist das Rastersystem, dass zwangsläufig Nachbarschaften herstellt, Ränder aufzeigt und im Gesamtbild komplex, oft unberechenbar wirkt. Dem entsprechend ist das Grid also ein Tool dessen Inhalte, Grenzen und Zusammenhänge zu eigenständigen Aussagen führt.

Das Ausnutzen und Erforschen der Möglichkeiten des Videogrids ist ein wesentliches Bestreben von CuratingYoutube. In sofern stellt dieser Artikel den Auftakt zu einer Serie auf CuratingYoutube dar, die sich neben der Veröffentlichung von Grids auch im Theoretischen mit verschiedene Methoden, der geschichtlichen Entstehung und der Rezeption des Videogrids auseinander setzen wird.

Wir benutzen für diese Serie die Kategorie Video-Grid, für Gridpostings CYT-GRID und für die theoretische Aufarbeitung des Themas: GRID-Research.

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